Freitag 17:18 Uhr - Überflutungen und Hochwasser nach Starkregen

Die sintflutartigen Regenfälle ab ca. 17:00 Uhr ließen schon das Schlimmste befürchten. Um 17:18 Uhr alarmierte die Leitstelle die Ortsfeuerwehr Bornhausen zur Hilfeleistung in die Heidbergstrift. Von den Äckern an der Hanglage zur Klingenhagener Str. hatten die Wassermassen eine 24er Schutzmauer einfach umgeworfen und zwei Grundstücke völlig überflutet. Hier war zur Gefahrenabwehr ein Behelfsgraben zur Umleitung der Wassermassen und der Einsatz von Wassersauger und Tauchpumpen erforderlich.
 
Sorgen bereiteten zeitgleich die Wassermassen auf der Seesener Str. die aus der angrenzenden Feldmark Richtung Ortslage strömten. Hier konnte durch Öffnen der Straßeneinläufe die Gefahr gebannt werden.
 
Aus dem Bereich Flachsrotten und Im Kampe kamen zahlreiche Hilfeersuchen weil Gundwasser von unten in die Keller drückte. Hier konnte mit den beiden Wassersaugern jedoch geholfen werden.
 
Kurze Zeit später stieg die Schildau in rasender Geschwindigkeit an. Da die eigenen Kräfte ( rund 30 Aktive ) jedoch an zahlreichen Einsatzstellen gebunden waren, ließ die Einsatzleitung die Ortsfeuerwehren Mechtshausen und Bilderlahe nachalarmieren, die mit Manpower die erforderlichen Sandsackverbaue vornahmen, um Wohnhäuser vor den Wassermassen der Schildau zu schützen. Hier hat sich die vor wenigen Wochen mit dem Zug Nord praktizierte Hochwasserübung bewährt.
 
Parallel füllte die Ortsfeuerwehr Rhüden die erforderlichen Sandsäcke. Mit Anhängern und Absetzmulde erfolgte der Transport aus Rhüden an die jeweiligen Einsatzstellen.
Die Schildau trat zwar im Bereich Neustädter Str. / Bachstr. über die Ufer, aber stabilisierte sich dann und erreichte die gefährdeten Wohnhäuser nicht.
 
Als gegen 19:30 Uhr eigentlich schon eine Beruhigung der Lage festgestellt wurde, veränderte sich die Situation im Bereich Schallerwinkel schlagartig. Die innerhalb kurzer Zeit massiv angestiegenen Schaller suchte sich durch Gärten einen neuen Weg und bedrohte zwei Wohnhäuser.
 
Durch Sandsackverbaue mit allen sofort zu dieser Einsatzstelle beorderten Kräften und dem Einsatz leistungsfähiger Tauchpumpen, konnte hier jedoch großer Schaden verhindert werden.
 
Da der Regen ja bereits seit einiger Zeit aufgehört hatte und sogar die Sonne ein ungewohntes Licht auf die Einsatzlage warf, entspannte sich durch den schlagartigen Rückgang der Pegelstände die Lage zusehens.
 
Nachdem noch einige Keller mit Wassersaugern trocken gelegt wurden und Fahrzeug und Gerät in einen einsatzbereiten Zustand versetzt waren, konnte der Einsatz um 22:00 Uhr beendet werden.

Text: Klaus Kiehne

Bilder: Einsatzdokumentation FF Bornhausen, 2016